Definition Was ist IPv6

Von andi_dd 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Beim IPv6 handelt es sich um ein standardisiertes Verfahren, das der Übertragung von Datenpaketen in Rechnernetzen dient. Diese Version des Internetprotokolls ergänzt den bisherigen Standard IPv4.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Das Internet Protocol Version 6 ist ein aktueller Standard für die Datenübertragung im World Wide Web und in internen Netzwerken. Das Protokoll stammt von der Internet Engineering Task Force, welche international genutzte Internetstandards entwickelt. Im Vergleich zur Vorgängerversion weist das IPv6 einige Vorzüge auf. Die IETF hat das IPv6 bereits im Jahr 1998 entwickelt, um den Adressraum auszuweiten. Momentan kommen beide Versionen zum Einsatz.

IPv6: Vorteile des neuen Internetprotokolls

Ein wesentlicher Grund für die Nachfolgeversion ist, dass IPv4 eine zu begrenzte Anzahl an Adressen bietet. Bei diesen 32-Bit-Adressen ergibt sich eine maximale Adressanzahl von rund 4,3 Milliarden. In Zeiten der Digitalisierung erweist sich diese Menge als zu gering. Beim IPv6 mit seinen 128-Bit-Adressen liegt diese Anzahl um ein Vielfaches höher. Dadurch lässt sich ein verbreitetes Problem bei der Nutzung des IPv4 vermeiden: Bei der Vorgängerversion spielt die Network Adress Translation eine große Rolle, dieses Verfahren hat sich als Lösung für die Adressknappheit etabliert. Es verletzt aber das wichtige Ende-zu-Ende-Prinzip. Dank IPv6 bleibt dieses Prinzip bewahrt.

Weitere Vorteile des IPv6

Das neue Internetprotokoll geht mit weiteren Pluspunkten einher. Dazu gehören:

  • - Vereinfachung der Kopfdaten: Das reduziert die erforderliche Rechenleistung bei Routern.
  • - Mobile IP: Diese Erweiterung erlaubt es, dass mobile Endgeräte in unterschiedlichen Netzwerken mit derselben IP-Adresse aktiv sind.
  • - IPsec: Die Implementierung von IPsec erhöht die Datensicherheit.
  • - Unterstützung von Kommunikationsdiensten wie Quality of Service

Der Adressaufbau bei IPv6

Die Adressen setzen sich aus 8 Blöcken mit jeweils 16 Bits zusammen. Sie beruhen auf dem Hexadezimalsystem, jeder Block umfasst 4 hexadezimale Zahlen. Zwischen den Blöcken finden sich Doppelpunkte. Der erste 64-Bit-Teil nennt sich Netzwerkpräfix und dient dem Routing. Der hintere 64-Bit-Teil fungiert als Interface-Identifier und kennzeichnet das jeweilige Netzwerkgerät. Mit dem Interface-Identifier lässt sich der jeweilige Nutzer identifizieren.

Parallele Nutzung: IPv4 und IPv6

Diese beiden Internetprotokolle ergänzen sich weitgehend, sie schließen sich nicht gegenseitig aus. Die meisten Hardware-Komponenten wie Router und Netzwerkkarten sind mit beiden Versionen kompatibel, sofern es das jeweilige Betriebssystem zulässt. Um einen Übergang von IPv4 zu IPv6 zu ermöglichen, kommen verschiedene Methoden zum Einsatz. Dazu zählen der Dual-Stack-Betrieb, Tunnelmechanismen und Übersetzungsverfahren.

(ID:49862033)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung